Warum gibt es so Viele Linienbusse die vorne nur einen Türflügel haben ?

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  • Hallo,


    Ich frage mich warum es so viele Busse gibt die vorne nur einen Türflügel besitzen. Ist es, damit nicht so viele Leute auf einmal hereinkommen ?
    Ich finde das sieht nicht so schön aus.

    Der Neoplan Centroliner N4516 Bj. 2008 ist mit Abstand der beste Bus !

  • Hallo,


    Ich frage mich warum es so viele Busse gibt die vorne nur einen Türflügel besitzen. Ist es, damit nicht so viele Leute auf einmal hereinkommen ?


    Das könnte meiner Meinung nach auch der Grund sein, sonstige Vorteile sind mir auch nicht bekannt. Jedoch ist dies eher im Überlandverkehr vorteilhaft.

    OMNI - Der Omsibussimulator
    3 generationen :D

  • Einflügelige Außenschwenktüren haben insbesondere den Vorteil, dass sie gerade für höhere Geschwindigkeiten, die ja zweifelslos in dem Maße nur im Überlandbereich erreicht werden, besser abdichten. Einflügelige Türen werden nach dem Schließen üblicherweise an beiden Parallelen verriegelt. Die Verriegelung mittels eines Metallstiftes hört man beispielsweise bei den älteren pneumatischen einflügeligen Außenschwenktüren des Citaros. Das Verriegeln nach dem Schließen ist eindeutig am markanten "Klack"-Geräusch 1 bis 2 Sekunden nach dem Schließen zu erhören.


    Doppelte Innenschwenktüren beginnen ab höheren Geschwindigkeiten zu flattern und erzeugen unangenehme Nebengeräusche, die stören. Sie halten Sog und Schub durch Wind nicht sonderlich gut ab - dies ist bauartbedingt so. Türmodelle werden nach objektiven Gründen für Busse entwickelt und vom Verkehrsbetrieb entsprechend bestellt. Nach "Schön Aussehen" geht man dabei nicht.

  • Welches Türprinzip an Tür 2 verbaut ist, ist wieder Bestellsache. Es gibt natürlich auch doppelflügelige Außenschwenktüren für Tür 2. Einflügelige wird niemand an Tür 2 verbauen, da man durch sie bspw. mit Rollator oder Kinderwagen nicht hindurchgelangt.


    Wir haben im Stadtbereich auch zwei als Überlandbusse angefertigte Busse im Betrieb. Letzter ist ein C2 als Ü-Variante, der aber wiederum komplett mit Stadtinnenschwenktüren bestückt ist. Unser erster O 530 Ü hatte noch Außenschwenktüren. Es hat sich herausgestellt, dass "Stadtmenschen" geistig zu unfähig sind, mit Außenschwenktüren umzugehen. Sie standen zu dicht davor und haben die nach außen schwenkende Tür des Öfteren in ihre Visage bekommen.

    :)
  • Am Ende liegt es einfach an der Entscheidung des Betriebes. Vielleicht möchte man es einfach nutzen, dass die IST schneller aufgeht, und die Fahrgäste so schneller aussteigen können.
    Es gibt das ganze ja auch umgekehrt, bspw. Volvo 8700 LE. Vorne eine einfache Innenschwenktür, hinten eine Außenschwenktür.


    Die Türen werden einfach angeboten, und der Betrieb nimmt das, was er haben möchte. Die Gründe können ganz unterschiedlich sein. Die einen wollen vielleicht Geld sparen, die anderen wollen keine störenden Nebengeräusche und und und...


    @B&B: Öhm, geh mal Dänemark. Da gibts ne menge Einflügige 2. Türen

    :D


  • @B&B: Öhm, geh mal Dänemark. Da gibts ne menge Einflügige 2. Türen


    Für Reisebusse mag das ja okay sein.

    :)

    Das ist 'nen Hochflurwagen, durch den eh niemand allein mit seinem Rollstuhl rollen will. Inwiefern man in Dänemark auf Niederflurigkeit und Barrierefreiheit Wert legt, weiß ich leider nicht.

    :)
  • Einflügelige Außenschwenktüren haben insbesondere den Vorteil, dass sie gerade für höhere Geschwindigkeiten, die ja zweifelslos in dem Maße nur im Überlandbereich erreicht werden, besser abdichten. Einflügelige Türen werden nach dem Schließen üblicherweise an beiden Parallelen verriegelt. Die Verriegelung mittels eines Metallstiftes hört man beispielsweise bei den älteren pneumatischen einflügeligen Außenschwenktüren des Citaros. Das Verriegeln nach dem Schließen ist eindeutig am markanten "Klack"-Geräusch 1 bis 2 Sekunden nach dem Schließen zu erhören.


    Doppelte Innenschwenktüren beginnen ab höheren Geschwindigkeiten zu flattern und erzeugen unangenehme Nebengeräusche, die stören. Sie halten Sog und Schub durch Wind nicht sonderlich gut ab - dies ist bauartbedingt so. Türmodelle werden nach objektiven Gründen für Busse entwickelt und vom Verkehrsbetrieb entsprechend bestellt. Nach "Schön Aussehen" geht man dabei nicht.


    Dem kann ich nur zustimmen! Wenn unsere Tiroler Dispo auf unserer Linie den LCGÜ der vorn die doppelte Innenschwenktür und hinten die AST einsetzt, dann ist es im Bus immer viel lauter, als bei dem LCÜ mit einflügeliger AST vorne.

  • Zitat

    Am Ende liegt es einfach an der Entscheidung des Betriebes.


    Eher am Besteller des Linienverkehrs.

  • Nicht überall sind die vorgaben so extrem wie bei euch Lukas.

    ;)

    Zumal es auch heute immernoch genug Betriebe gibt die ihre Linien eigenwirtschaftlich Betreiben und/oder keine Vorgaben haben was den Fahrzeugeinsatz angeht..

    ^^
  • Es ist halt fraglich, was in den Ausschreibungen steht. Wenn die Kommune so kleinlich ist, dass da irgendso'n Behördenfuzzi sich noch über zulässige Türformen auslässt, dann ist das wirklich übertrieben. Das glaube ich aber eher weniger. Denn die technische Natur von Bussen wie solche Details der Türen entscheidet der gewinnende Betrieb am besten selbst, niemand am Schreibtisch in einer Verwaltung. Ausschreibungen stecken in ihrer Eigenheit ja den Rahmen ab, in dem gehandelt werden kann.

    ;)

    Sicherlich kann dort eine Niederflurigkeit, vertraglich ausbedungene Fahrplankilometer, Grundtakt, Klimatisierung und andere Grundsätze gefordert werden. Wie dann aus betrieblicher Seite darauf reagiert wird, sollte dem Betrieb überlassen werden.

  • Bei Aussenschwenktüren gibt es aus meiner Sicht noch einen Grund für einflüglige Türen: Wenn sie nach hinten öffnen, kann man ohne Probleme einen festen rechten Aussenspiegel montieren, ansonsten muss er wie bei MAN an den Türflügel. Gerade in Bezug auf die Spiegelheizung und auch auf die Einstellung des Spiegels ohne elektrische Spiegelverstellung sehe ich da schon Gründe die für eine feste Montage sprechen. Das Ungleichgewicht des Türflügels sowie allfällige Stösse, die bei Spiegeln schon mal vorkommen dürften auch nicht ganz optimal für die Türmechanik sein.


    Nachtrag: bei üblichem Radstand ist durch die geringere Breite einer einflügligen Tür ausserdem ein Konflikt mit einem stark eingeschlagenen Vorderrad ausgeschlossen. Dürfte auch hier der Grund für die Ausführung bei Tür 2 sein: http://files.newsnetz.ch/story…19750939/6/topelement.jpg

  • Im Überlandverkehr ist der Fahrgastfluss, der ja ein Hauptargument für breite Türen ist, eigentlich kein Thema. Die meiste Zeit verbringt man mit Fahren und nicht mit Stehen an Haltestellen. Dementsprechend ist die Zeit, die man so beim Fahrgastwechsel verliert, zu vernachlässigen. Und eine Einflüglige Tür bietet z.B. Platz für zwei zusätzliche Sitze vorne. Früher, bevor der Niederflurwahn losging, war das noch ein wichtiges Argument im Überlandverkehr! Noch ein Thema: Auskühlung! Im Überlandbus muss ein angenehmes Klima herrschen, weil man da einfach länger drin sitzt. eine breite Tür bringt einfach mehr Kälte in den Bus. Und nicht zuletzt ist der Anteil an Kartenkäufern im Überlandverkehr wesentlich höher und es findet eh eine grundsätzliche Fahrscheinkontrolle durch den Fahrer statt.

  • Berlin mit VDL hat auf jeden Fall in die Mülltonne gegriffen. In einer Großstadt mit Bussen fahren, die eine Überlandausstattung haben muss spitze sein .... wer auf die Idee gekommen ist, sollte lieber aufm Dorf beim Verkehrsunternehmen arbeiten.

    Entwickler vom OMSI 2 AddOn MAN DN95